23. April 2018 3 min. Lesezeit Gesundheit

Wie viel Wasser ist gesund?

Gerade ältere Menschen neigen dazu, oft nicht genug zu trinken, weil der Körper häufig nicht mehr signalisieren kann, dass er durstig ist und Wasser benötigt. Es handelt sich dabei um ein Problem, mit dem in der Altenpflege tätige Personen tagtäglich konfrontiert sind. Doch es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, mit denen Senioren motiviert werden können, regelmäßig zu trinken, damit sie die empfohlene Menge von rund 2,25 Litern pro Tag erreichen. Ausschlaggebend ist dabei auch das Angebot der richtigen Flüssigkeit, da ältere Menschen größtenteils Tee, verdünnte Obstsäfte, Wasser oder Mineralwasser zu sich nehmen sollten.

Warum trinken ältere Menschen häufig zu wenig?

Sehr häufig ist die mangelnde Flüssigkeitszufuhr eine langjährige Gewohnheit, im Alter jedoch tritt das Problem mitunter auch aus Vergesslichkeit auf. Weitere Gründe können befürchtete Prostataleiden bei Männern sein sowie die Angst vor nächtlichen Toilettengängen und Inkontinenz. Ein weiteres Trinkhemmnis für Senioren, wenn diese noch zu Hause wohnen, kann die Transportschwierigkeit schwerer Getränkeflaschen sein, wenn Leitungswasser nicht immer schmeckt. Dazu kommt, dass im Alter meistens das Durstgefühl abnimmt. Da jedoch die Niere mit der Zeit die Fähigkeit verliert, den Harn zu konzentrieren, scheidet der Körper von älteren Menschen immer mehr Wasser aus, was schließlich zu Flüssigkeitsmangel führen kann. Die Dehydration kann allerdings unter anderem auch als Folge von starkem Schwitzen, Durchfall und der Einnahme von entwässernden Medikamenten auftreten.

Die empfohlene Flüssigkeitsmenge und Folgen der Dehydration

Bei der Pflege von älteren Menschen ist stets sorgfältig darauf zu achten, dass diese ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Senioren mindestens 2,25 Liter pro Tag, wobei davon im Idealfall 1,5 Liter getrunken, der Rest über das Essen aufgenommen wird. Mindestens ein Liter der Getränke sollte aus Wasser oder Mineralwasser bestehen. Erkannt wird ein Flüssigkeitsmangel bei Senioren beispielsweise an schlaffer Haut, Mundtrockenheit, Verstopfung, Kopfschmerzen oder Schwindel. Häufig gesellen sich bei längerer Austrocknung auch Symptome wie Verwirrtheit oder eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen hinzu.

Mehr trinken leicht gemacht

In Alters- und Pflegeheimen sollte stets für ein ausreichendes Angebot an Flüssigkeit gesorgt sein, beispielsweise durch das Aufstellen von Wasserspendern auf den Gängen. Zusätzlich stehen im Idealfall Karaffen mit verdünnten Obstsäften, Mineralwasserflaschen und verschiedene Tees zum Trinken bereit. Wohnen Senioren mit ihrer Familie unter einem Dach, können die Kinder und Enkelkinder dabei helfen, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Aber auch allein lebende ältere Menschen sind in der Lage, richtiges Trinkverhalten zu trainieren. Dazu ein paar Tricks:

  • Wer weniger Tee, Wasser oder Obstsaft zu sich nehmen möchte, sollte mit viel Gemüse, Obst oder Suppen ausgleichen.
  • Merkt man sich nicht, wie viel man bereits getrunken hat, führt man ein Protokoll und hakt Glas für Glas ab.
  • Leere Becher werden immer wieder sofort aufgefüllt.
  • Spezielle Gefäße erleichtern das Trinken, damit nichts mehr daneben geht - was Heiminsassen manchmal peinlich ist und somit ein Hemmnis darstellen kann.
  • Darüber hinaus kann es helfen, die Situation bunt zu gestalten, da Menschen bewiesenermaßen häufiger zur Farbe greifen - durchsichtige Gläser mit Wasser gefüllt bleiben daher länger unberührt als bunte Becher oder farbige Flüssigkeiten. (Auch Leitungs- oder Mineralwasser kann aufgrund der Zugabe von Lebensmittelfarbe Orange, Gelb oder Rot leuchten).
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André

Ohne Wasser - ohne André. Mindestens zwei Liter stilles Wasser sollten es am Tag schon sein, gerade nach dem Sport. Ob beim Basketball oder im Fitnessstudio: Eine Erfrischung zwischendurch muss sein!

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