Wer für erfrischendes Trinkwasser keine schweren Kisten schleppen möchte, sondern lieber auf das Wasser aus dem heimischen Wasserhahn zurückgreift, hat sich sicherlich schon einmal Gedanken über den Reinheitsgrad von Trinkwasser gemacht. Schließlich kann nur ein wirklich reines Wasser Gift- und Abfallstoffe aus dem Körper schwemmen sowie Nährstoffe genau dorthin transportieren, wo sie benötigt werden. Doch wann ist Wasser wirklich rein? Und wie bestimmt man den Reinheitsgrad von Trinkwasser?

Der ideale Reinheitsgrad von Trinkwasser

Für den Reinheitsgrad von Trinkwasser sind mehrere Werte entscheidend. Eine besondere Rolle hat allerdings der pH-Wert, der bestimmt, wie sauer (bzw. säurehaltig) das Wasser ist. Die pH-Wert-Tabelle reicht von 1 bis 14. Idealerweise hat Trinkwasser einen Wert von 6,5 bis 6,8. Bei einem Wert von deutlich mehr als 7,0 sollte man das Wasser aufgrund einer zu hohen Mineralienbelastung nicht mehr trinken. Reines Trinkwasser hat zudem einen Redox-Wert (dieser bezeichnet die Anzahl freier Elektronen im Wasser) von 24 bis 28 und eine Leitfähigkeit (diese ist ausschlaggebend für die Salzbelastung des Wassers) von 165 µS.

Den pH-Wert des Trinkwassers testen

Wem dies zu aufwendig oder zu kostenintensiv ist, der kann sich auch darauf beschränken, den pH-Wert des Wassers zu testen. Hierfür sind keine erweiterten Kenntnisse der Chemie nötig - man braucht lediglich Teststreifen, wie man sie in Apotheken oder auch in vielen Tierhandlungen bekommt. Man reißt von ihnen einen etwa fünf Zentimeter langen Streifen ab und hält ihn in eine Wasserprobe oder direkt unter den laufenden Hahn. Das Ganze benötigt nicht viel Zeit. Der Streifen färbt sich bereits nach einigen Sekunden. Auf der letzten Seite der Verpackung der Teststreifen befindet sich in aller Regel eine Legende: Hier kann man sehen, welche Farbe für welchen pH-Wert steht. Gängig ist eine Kennzeichnung des neutralen Werts von 7,0 mit blau-grünlicher Farbe. Die pH-Werte ab 6,5 sind häufig grün, nehmen dann aber mit zunehmender Höhe an blauer Farbe zu. Ab einem Wert von 8,0 sind viele Teststreifen vollständig blau.

Kolben mit Wasser und Pipette

Wie bestimmt man den Reinheitsgrad von Trinkwasser?

Der Reinheitsgrad von Trinkwasser lässt sich physikalisch durch eine Form der Umkehrosmose ermitteln. Wer zuhause seinen Wasserhahn öffnet und die Flüssigkeit trinkt, nimmt nicht selten eigentlich umgekehrtes Osmosewasser zu sich. Die Wassermoleküle werden durch ein kleines Sieb gepresst, das Schwermetalle, Salze, Viren, Bakterien sowie eine ganze Reihe von Giftstoffen aufhält. Das Wasser ist vom Zulieferer entsprechend aufbereitet worden. Dies gilt nur nicht, wenn z. B. das Quellwasser, das angeliefert wird, bereits untersucht wurde und als unbedenklich gilt. Traut man dem Frieden dennoch nicht, kann man den Reinheitsgrad von Trinkwasser auch über eine eigene Umkehrosmose-Anlage ermitteln, indem man die Giftstoffe, die im Sieb hängen bleiben, ermittelt. 

Den Redox-Wert und die Leitfähigkeit ermitteln

Theoretisch ist es möglich, im Heimgebrauch auch die Leitfähigkeit und den Redox-Wert von Wasser zu ermitteln. Allerdings benötigt man hierfür bestimmte Messgeräte, die meist recht kostspielig sind und Zeit und Platz in Anspruch nehmen. Generell werden bei diesen Verfahren Sensoren ins Wasser gehalten, die über einen bestimmten Zeitraum Werte nehmen sollen. Dann werden Stoffe zugeführt, die entweder Elektronen aufnehmen oder die Leitfähigkeit anzeigen. Es ist allerdings nur selten der Fall, dass der pH-Wert von Wasser sehr gut ist, dies jedoch nicht für die beiden anderen Werte gilt. Ein handelsüblicher Check des pH-Werts reicht daher für den Heimgebrauch meist völlig aus. Wer also dennoch weiterführende Experimente unternehmen möchte, sollte dies erst dann tun, wenn der pH-Wert grenzwertig bis nicht mehr 

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