Tafelwasser ist ein Mischgetränk, welches aus unterschiedlichem Wasser gemischt und oft mit zusätzlichen Mineralien und Salzen angereichert wird. Tafelwasser wird extra als Getränk gegen den Durst hergestellt und abgefüllt. Für diese Mischung und Abfüllung ist keine amtliche Anerkennung erforderlich, das Tafelwasser muss allerdings alle hygienischen Anforderungen erfüllen, die an das ganz normale Trinkwasser gestellt werden. Oft wird das Tafelwasser verwendet, um mit diesem als Grundlage die beliebten koffeinhaltigen Erfrischungsgetränke herzustellen. Dafür wird das Wasser in den meisten Fällen vorher demineralisiert, das heißt, ihm werden alle Inhaltsstoffe entzogen, die sich auch auf den Geschmack auswirken können. Anschließend werden die Mineralien wieder kontrolliert zugesetzt, damit das endgültige Produkt einen immer gleichbleibenden frischen Geschmack behält. Die Definition von Tafelwasser ist prinzipiell die gleiche wie bei einfachem Trinkwasser. Das Tafelwasser kann auch aus unterschiedlichen Wassern gemischt werden. In der Regel lässt sich das Tafelwasser überall mischen, herstellen und abfüllen und kann genau genommen sogar einfaches Leitungswasser sein, dem noch Mineralien und Salze beigemischt werden. Dabei muss sich die Herstellung von Tafelwasser an der Verordnung für Trinkwasser orientieren und die Grenzwerte für sämtliche chemischen Stoffe einhalten. In den Zapfanlagen von Gaststätten, Kantinen oder Büros sind in der Regel Tafelwässer zu finden.

Sprudelndes-Wasserglas

Lieber Leitungswasser oder Tafelwasser?

Das hängt von der Gegend ab, in der das Wasser aus der Leitung kommt: Der Anteil der Mineralstoffe, die in dem Wasser vorhanden sind, das aus der Leitung kommt, ist davon abhängig, durch welchen Boden das Leitungswasser fließt, bevor es vom Wasserversorger aufbereitet wird. Je härter das Wasser ist, das aus der Leitung fließt, desto mehr Mineralien sind in ihm gelöst. Die genaue Zusammensetzung des Leitungswassers lässt sich vom örtlichen Wasserversorger erfragen. Es gibt Gegenden, in denen das Leitungswasser relativ arm an Mineralstoffen ist, wie beispielsweise rund um Stuttgart: Dort kommt das Wasser aus dem Bodensee. Hier ist das Tafelwasser eine gesunde und wohlschmeckende Alternative, weil ihm alle notwendigen Mineralien gezielt zugefügt werden.

Dabei gelten für das Tafelwasser die gleichen Grenzwerte, wie sie auch für das ganz normale Wasser aus der Leitung gelten. Während Mineral- und Quellwasser direkt an der Quelle in die Flaschen abgefüllt werden müssen, darf das Tafelwasser mittels einer Zapfanlage in die Gläser geschenkt werden.

Tafelwasser ist erfrischend und gesund

Dem Mischgetränk Tafelwasser dürfen Mineralien wie Calcium, Magnesium, Natrium, Carbonate und Chloride, aber auch Kohlensäure zugesetzt werden, ebenso wie Natursole oder Meerwasser. Für die chemischen Stoffe gelten hierbei die gleichen Grenzwerte wie für das aus einer Quelle gewonnene Wasser. Es gibt Tafelwässer, die sehr gut für die Ernährung von Säuglingen geeignet sind. Das ist auf dem Etikett vermerkt und stellt sicher, dass in einem Liter nicht mehr als 20 mg Natrium, 10 mg Nitrat, 0,02 mg Nitrit und 1,5 mg Fluorid enthalten sind. Ohne das Wasser gäbe es auf unserer Erde kein Leben. Jeder Mensch sollte deswegen pro Tag mindestens anderthalb Liter Wasser trinken. Wer es gerne sprudelig trinkt, nimmt ein Tafelwasser, das mit Kohlensäure versetzt ist. Zu einem schmackhaften Essen passt ein Wasser mit Sprudel, das leicht perlt, einfach am besten. Wer dagegen vom Sport ausgelaugt ist, greift lieber zu einer stilleren Variante. Aber die Hauptsache dabei ist, dass jeder genügend Wasser zu sich nimmt.

Zur Artikel-Übersicht

Zurück