28. Februar 2018 3 min. Lesezeit Wissen

Trocknet die Erde langsam aus? Wasserknappheit als internationales Problem

Eigentlich herrscht auf der Erde kein Mangel an Wasser. Denn 71 Prozent des Planeten sind mit Wasser bedeckt. Allerdings bestehen diese Wasservorräte zu 97 Prozent aus Salzwasser. Direkt als Trinkwasser nutzbar ist lediglich ein Prozent des auf der Erde verfügbaren Wassers. Und dieses eine Prozent ist sehr ungleichmäßig auf die verschiedenen Erdregionen verteilt. Wie es um die Wasserknappheit steht, ist deshalb zunächst eine Frage des Standorts.

Problemregion Naher Osten

Beim Blick auf die Weltkarte stellt man schnell fest, dass sich die größten Wüstenregionen wie ein Band von Nordafrika über den Nahen Osten und Zentralasien bis in die Mongolei ziehen. Gerade in diesen von permanenter Dürre geprägten Landschaften ist die Wasserknappheit ein ständiges Thema. Dabei geht es nicht nur um die Frage der vorhandenen Wassermenge, sondern vor allem um die Qualität des zur Verfügung stehenden Trinkwassers zur landwirtschaftlichen sowie zur sonstigen ökonomischen Nutzung. Vor allem im vergleichsweise dicht besiedelten Nahen Osten hat sich der permanente Wassermangel zu einem regelrechten Wassernotstand ausgeweitet. Die Entwicklung einer vernünftigen Infrastruktur scheitert in diesen Regionen vielfach nicht zuletzt an den schwerwiegenden politischen Konflikten. 

Die Grenzen sind schon erreicht

Doch nicht nur in den Weltregionen mit hohem Wüstenanteil führt der ständig steigende Wasserverbrauch zu immer mehr Wasserknappheit. Auch in Staaten mit gemäßigtem Klima wird inzwischen so gut wie überall zu viel Wasser verbraucht. Im Zuge der Globalisierung wachsen vielerorts weiterhin die Ansprüche an Lebensqualität. Entsprechend gestiegen ist auch der Wasserverbrauch. Vor allem aber ist es die stetig wachsende Weltbevölkerung, die eine kontinuierliche Steigerung des Bedarfs an Trinkwasser nach sich zieht. Um derzeit rund 80 Millionen wächst die Weltbevölkerung jedes Jahr - also etwa um so viel, wie Deutschland Einwohner hat. Auch hier liegt eine ungleiche Verteilung vor. Denn während die einheimische Bevölkerung in westlichen Industriestaaten in aller Regel schrumpft, nimmt sie vor allem in Schwellenländern weiter zu - also dort, wo ohnehin häufig Wasserknappheit besteht. Für das globale Ökosystem sind die Grenzen des Wasserverbrauchs aber so gut wie überall schon erreicht. Dies zeigt sowohl die Entwicklung der Grundwasserspiegel als auch die der Wasserpreise.

Wasserverbrauch: Welchen Anteil haben Privathaushalte, Landwirtschaft und Industrie?

Die Weltgesundheitsorganisation geht von einem Mindestbedarf an Wasser von zwanzig Litern pro Erdenbewohner aus. Schon der direkte Verbrauch liegt aber in den westlichen Industriestaaten mit 120 bis zu 400 Litern pro Person und Tag um ein Vielfaches höher. Trotzdem macht der private Verbrauch von Wasser im globalen Maßstab nur etwa fünf Prozent des Gesamtverbrauchs aus und spielt bei der Wasserknappheit eher eine Nebenrolle. Den Löwenanteil macht mit 75 Prozent die Landwirtschaft aus. Neben dem Anbau auf den Feldern schlägt hier vor allem die Fleischproduktion zu Buche. Für die Erzeugung von einem Kilo Fleisch müssen im Schnitt 16.000 Liter Süßwasser aufgewendet werden. Die Industrie schlägt mit weiteren 20 Prozent des Gesamtwasserverbrauchs zu Buche. Ein generelles Umdenken zum Sparen von Ressourcen findet daher schon vielerorts statt und wird auch in Zukunft immer wichtiger.

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Carolin

Neben einer guten Tasse Kaffee gehört für sie selbstverständlich auch ein Glas Wasser zum perfekten Start in den Arbeitstag. Am liebsten still und gut gekühlt, direkt aus unserem CUBE Comfort.

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