26. April 2018 1 min. Lesezeit Wissen

Jeder zeichnet Wasser blau

Selbst kleine Kinder würden Bilder vom Badeurlaub nie anders zeichnen als mit deutlich aquamarinen Wellen. Es ist allerdings keine blauäugige Einbildung - auch wenn die Sinneswahrnehmung entscheidend mitwirkt. Die Wissenschaft gibt Aufschluss!

Blau wie Himmel und Wasser

Warum ist Wasser blau? Alles eine Frage der Physik - und vor allem der Menge! Es sind immer geringe Wassermengen wie Pfützen oder einzelne Tropfen, die farblos erscheinen. Ozeane, Meere und Flüsse hingegen zeigen sich dem menschlichen Auge irgendwo zwischen violett und grün. Die Farbe geht also grundsätzlich mit der Quantität einher. Genauer: Die Moleküle des Wassers reagieren nur sehr träge mit Lichtstrahlen, weshalb kleine Mengen keine visuelle Reaktion zeigen. Die schier unendlichen Liter an Meerwasser hingegen bestehen natürlich aus einer enormen Vielzahl von Wassermolekülen. Die Lichtstrahlen legen somit weitere Strecken durch das feuchte Element zurück. Dabei werden dann immer mehr grüne und rote Lichtanteile absorbiert. Die blaue Farbe aus dem Spektrum des Lichtstrahls wird hingegen reflektiert, d.h. sie wird vom Wasser sozusagen zurückgeworfen. Diese Reflexion bewirkt den optisch sichtbaren Blauschimmer.

Mehr als ein blaues Wunder

Wer sich jedoch an einem Fluss oder See stehend fragt, weshalb Wasser mitunter auch als grün oder gar braun erscheint, kommt mit der gegebenen Erklärung nicht weiter. Gelöste Stoffe und Partikel verändern genau wie Verschmutzungen die visuelle Farbnuance des Wassers. So bewirken beispielsweise chlorophyllhaltige Organismen wie Plankton eine zunehmende Grünfärbung bis hin zu schlammigem Braun. Abgeriebenes Gesteinsmaterial sowie aufgewirbelter Sandboden führen zu einem milchig-weißen bis gelben Eindruck, während gelöstes Eisen und spezielle Algenarten für eine rote Färbung sorgen. Ob sich das lebenswichtige Nass dem Auge also als farblos, grün, gelb oder tatsächlich blau präsentiert, hängt nicht nur von seiner Menge und den Wellenlängen des Lichtes ab. Seine Zusatzstoffe und die Umgebung spielen ebenfalls eine Rolle.

Avatar von André

André

Ohne Wasser - ohne André. Mindestens zwei Liter stilles Wasser sollten es am Tag schon sein, gerade nach dem Sport. Ob beim Basketball oder im Fitnessstudio: Eine Erfrischung zwischendurch muss sein!

Zurück

Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen