26. April 2018 2 min. Lesezeit News

Eine fortwährende Aufgabe der Politik

Die hiermit in Zusammenhang stehenden Probleme sind weltweit unüberschaubar. Doch auch in Deutschland, wo es im weltweiten Vergleich in ausreichendem Maße regnet, stellt die nachhaltige Wasserversorgung eine stetige Herausforderung für die Politik dar.

Wettbewerbsfähigkeit vs. Umweltschutz

Eine der wichtigsten Fragen im Bereich der nachhaltigen Wasserversorgung ergibt sich aus dem Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen und wasserwirtschaftlichen Interessen. Zwar gehört die Einleitung von Abwässern in Flüsse durch die Industrie inzwischen so gut wie vollständig der Vergangenheit an. Es ergeben sich aber auch darüber hinaus weiterhin Konfliktfelder, was beispielsweise die Entnahme von Flusswasser zu Kühlzwecken betrifft. Das wieder eingeleitete, wärmere Wasser sorgt für eine Veränderung von Flora und Fauna im Fluss und verändert damit mittelbar auch die Qualität des Wassers als solches. Insofern bedarf es weiterhin entsprechender Auflagen für die Industrie durch die Verwaltung, um einer übermäßigen Beanspruchung gerade der fließenden Gewässer effektiv vorzubeugen.

Das bestgeprüfte Lebensmittel überhaupt

Im Lebensmittelbereich kommt es alle paar Jahre immer wieder zu großen Skandalen. Diese betreffen die Erzeugung und Verarbeitung von Fleisch genauso wie in bestimmten Obst- und Gemüsesorten enthaltene hohe Konzentrationen von Schadstoffen oder andere Risiken für die Gesundheit, beispielsweise Krankheitserreger. In Sachen Trinkwasser gab es dagegen in den letzten Jahrzehnten keine großen Skandale, die für eine bundesweite Berichterstattung in der Presse gesorgt hätten. Das liegt vor allem daran, dass gerade beim Thema Trinkwasser ein besonders hoher Sicherheitsmaßstab angelegt wird, um eine nachhaltige Wasserversorgung zu gewährleisten. Denn das, was in Deutschland aus den Hähnen der Haushalte und Unternehmen kommt, ist explizit als Trinkwasser deklariert. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu den Wasserverbänden der Kommunen wird dafür gesorgt, dass eine nachhaltige Wasserversorgung jederzeit gewährleistet bleibt. In Bezug auf die künftige Entwicklung geht es dabei nicht nur um einen weiteren Rückgang der Verschmutzung der oberirdischen Gewässer, sondern auch um die gewissenhafte Abwägung der Folgen von Techniken wie dem sogenannten "Fracking" zur Erdgasgewinnung für die unterirdischen Wasserreserven.

D. Riemer

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