Wasser und Wasserqualität ist in den letzten Jahren das Thema schlechthin geworden. Immer mehr Menschen trauen dem Leitungswasser nicht mehr über den Weg, und greifen lieber zu Flaschenwasser. Welche Inhaltsstoffe Mineralwasser enthält und wofür sie wichtig sind, wissen allerdings die wenigsten. Diesem Mangel wollen wir deshalb hier einmal abhelfen.

Die Reinheit

Abgefülltes Mineralwasser aus dem Handel gilt als sehr rein und "sauberer" als Leitungswasser. Diese Ansicht ist nicht ganz falsch - immerhin muss Mineralwasser nach der deutschen Mineral- und Tafelwasserverordnung zwingend aus einem unterirdischen Vorkommen stammen, und von 'ursprünglicher Reinheit' sein. Die Quelle muss dabei amtlich anerkannt - und natürlich auch überprüft - sein. In Deutschland stammt das Mineralwasser von rund 820 ausgewiesenen und amtlich anerkannten Quellen. Nur Mineralwasser, das diese Auflagen erfüllt, darf auch die Bezeichnung Mineralwasser führen. Es darf bei der Verarbeitung nicht wesentlich verändert werden, sondern muss möglichst naturbelassen bleiben. Mineralwasser Inhaltsstoffe zuzusetzen, die nicht ursprünglich vorhanden sind, ist nicht erlaubt - nur Kohlensäure darf zugesetzt werden. 

Reinheit beim Tafelwasser

Im Gegensatz dazu steht die Bezeichnung Tafelwasser - die man auch auf vielen Flaschenwässern im Supermarkt findet. Für Tafelwasser gelten diese Voraussetzungen für die Mineralwasser Inhaltsstoffe nicht- es ist damit nicht zwangsläufig minderwertiger, aber das Risiko besteht. Im Grunde entspricht die Reinheit von Tafelwässern mehr oder weniger der von Leitungswasser. Sie kann sehr hoch sein, wie auch beim Leitungswasser manchmal, muss es aber nicht.

Heilwasser

Heilwasser ist dabei eine Sonderform des Mineralwassers und die dritte der Wasserarten, mit einem besonders hohen Anteil an Mineralien. Es gilt in Deutschland aber nicht mehr als Lebensmittel, sondern als (teilweise erstaunlich wirksames) Arzneimittel, und wird deshalb vom Arzneimittelgesetz geregelt. Die Mineralwasser Inhaltsstoffe sind hier die Gleichen wie beim natürlichen Mineralwasser, nur in deutlich höheren Mengen. 

Verschiedene Wasserflaschen und ein Wasserglas

Die Mineralwasser Inhaltsstoffe im einzelnen

Mineralwasser besteht im Wesentlichen aus H2O und - wie der Name schon sagt - aus Mineralien. Die Zusammensetzung des Wassers ist dabei von Quelle zu Quelle unterschiedlich, das heißt, der Mineraliengehalt einzelner Mineralien kann schwanken. Um eine Kategorisierung der einzelnen Wasserarten vorzunehmen, kann man Mineralwasser anhand der speziellen Mineralwasser Inhaltsstoffe daher in drei Wasserarten einteilen: Sogenannte Chlorid Wässer mit einem hohen Anteil an Chlorid Ionen, sogenannte Sulfat Wässer mit hohen Sulfat Anteilen (das kann auch Eisen Sulfat sein) und die sogenannten Hydrogencarbonat Wässer mit einem hohen Anteil an Hydrogencarbonat.

Mineralstoffe und ihre Wirkung

Der hohe Mineralstoffgehalt kann als sehr positiv für unseren Organismus angesehen werden. Mineralstoffe sind für uns lebensnotwendig, und in weiten Teilen der Bevölkerung in Mitteleuropa herrscht ein ausgesprochener Mineralstoff-Mangel. Kalium, Magnesium, Chlorid-Ionen und andere Stoffe sind für unseren Körper und sein Funktionieren unerlässlich. Zwar reicht die Menge der Mineralwasser Inhaltsstoffe nicht aus, um unseren Bedarf zu decken (das kann nur eine hohe Menge an Gemüse in der Ernährung), es verbessert allerdings die Wasserwirkung in unserem Organismus. Ein mit einer hohen Menge an Mineralstoffen versetztes Trinkwasser hilft unserem Körper, Säuren und Basen besser abpuffern zu können, da es elektrolytisch wirksamer ist als beispielsweise Regenwasser. Genau diese Wirksamkeit im Körper macht Mineralwasser so wertvoll

Unerwünschte Inhaltsstoffe

Da natürliches Mineralwasser immer direkt aus einer unterirdischen Quelle stammen muss, sind die möglichen menschenbedingten Verschmutzungen praktisch nicht vorhanden. Für Trinkwasser aus anderen Gewinnungsorten gilt das allerdings nicht. Aus diesem Grund ist der Griff zu natürlichem Mineralwasser, den viele Menschen regelmäßig tun, als eine sehr überlegte Entscheidung anzusehen, die sich durchaus auch wissenschaftlich begründen lässt.

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