31. Januar 2018 2 min. Lesezeit Wissen

Die Geschmacksveränderung von Wasser

An heißen Sommertagen merkt man schnell, dass sich Leitungswasser im Glas oder in der Plastikflasche geschmacklich verändert. Wird eine Flasche geöffnet und erst drei Tage später ausgetrunken, dann kann Trinkwasser schal schmecken. Doch wie kommt es zu dieser plötzlichen Geschmacksveränderung, wo doch Trinkwasser weder Zucker noch Eiweiß enthält, das verschimmeln oder verrotten könnte? Wird Wasser in einem offenen Behälter aufbewahrt, so verändert sich mit der Zeit die chemische Zusammensetzung. Denn CO2 kann vom Wasser aufgenommen werden, wodurch sich die Flüssigkeit zum Teil in Kohlensäure verwandelt. Diese - wenn auch äußerst winzige - Portion Kohlensäure sorgt dafür, dass der pH-Wert des Wassers gesenkt wird und der Geschmack des Wassers eine säuerliche Note bekommt. Allerdings beeinträchtigt diese pH-Wert-Veränderung nur das Geschmackserlebnis. Schädlich ist Wasser, das einen Tag an der Luft steht, in der Regel nicht. Erst danach entwickeln und vermehren sich Mikroben, die Trinkwasser ungenießbar machen.

Was hat das Ablaufdatum auf Wasserflaschen zu bedeuten?

Bei abgefülltem Mineralwasser in Glasflaschen, das fest verschlossen verkauft wird, ist eine Aufnahme von Luft unmöglich. Nun stellt sich die Frage, warum auf Wasserflaschen aus dem Handel ein Haltbarkeitsdatum angegeben ist. Die Antwort ist simpel: Hersteller sind laut Tafelwasserverordnung dazu verpflichtet, ein Mindesthaltbarkeitsdatum anzugeben. Für gewöhnlich sind das zwei Jahre. Konsumenten und Verbraucher von Wasser in Glasflaschen können diesbezüglich aber absolut gelassen bleiben. Denn bei diesem Mindesthaltbarkeitsdatum handelt es sich nicht um ein Verfallsdatum. Laut "Informationszentrale Deutsches Mineralwasser" ist Wasser in Glasflaschen praktisch unbegrenzt haltbar. Was abgefülltes Wasser in Plastikflaschen betrifft, gibt es bezüglich der endlosen Haltbarkeit jedoch einige Bedenken. Denn wird Wasser in Plastikflaschen über mehrere Monate hinweg gelagert, so kann mit der Zeit Kohlensäure entweichen und gleichzeitig Sauerstoff in die Flasche gelangen, was dazu führt, dass sich der Geschmack ändert. Es handelt sich jedoch um eine reine Geschmacksveränderung - aus gesundheitlicher Sicht kann man das Wasser aus der Plastikflasche weiterhin trinken.

Der Nachteil an Wasser in Plastikflaschen

Abgesehen davon, dass sich der Geschmack des Wassers in Flaschen aus Kunststoff mit der Zeit verändert, gibt es noch einen weiteren Grund, warum Wasser in Kunststoffflaschen mit einem Ablaufdatum versehen ist. Forscher haben herausgefunden, dass die Plastikflaschen selbst das Wasser verunreinigen könnten, und zwar durch hormonähnliche Chemikalien, die von dem Plastik abgesondert werden. Es gibt zwar diesbezüglich eine Beruhigung durch das Bundesinstitut für Risikoabwägung, dass durch den Wasserverzehr aus PET-Flaschen kein gesundheitliches Risiko eingegangen wird. Die Rückstände der hormonähnlichen Chemikalien liegen weit unter dem gesetzlichen Grenzwert. Jedoch sind laut der heutigen toxikologischen Forschung die langzeitlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit noch nicht abschätzbar, weshalb davon abgeraten wird, Mineralwasser aus Plastikflaschen über das Verfallsdatum hinaus zu genießen. Generell sollte man Wasser in Flaschen vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, also vorzugsweise in einem dunklen Raum lagern. Schmeckt das Wasser in Flaschen aus Plastik nicht mehr gut, empfiehlt es sich, auf eine neue zurückzugreifen.

Avatar von Carolin

Carolin

Neben einer guten Tasse Kaffee gehört für sie selbstverständlich auch ein Glas Wasser zum perfekten Start in den Arbeitstag. Am liebsten still und gut gekühlt, direkt aus unserem CUBE Comfort.

Zurück

Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen