23. April 2018 3 min. Lesezeit Wissen

Wasser von Oberflächengewässern ist stark limitiert

Zu den Oberflächengewässern gehören Seen und Talsperren; aus einem Teil von ihnen wird auch das Trinkwasser für private Haushalte und Unternehmen von den jeweiligen Gemeinden entnommen. Doch das Trinkwasser aus Oberflächengewässern wird immer weniger entnommen und ist zudem durch die Trinkwasserverordnung auch stark limitiert. Doch dies liegt keinesfalls an der Qualität dieses Wassers, die nach der Aufbereitung genauso gut ist wie die des Quell- oder Grundwassers, sondern nur an der zur Verfügung stehenden Menge.

Woher kommt unser Wasser aus dem Wasserhahn?

Das Wasser aus dem Hahn der deutschen Haushalte, das durchaus auch als Trinkwasser genutzt werden kann, kommt mit etwa 60 % zum größten Teil aus dem Grundwasser. Etwa 30 % der Trinkwassergewinnung  werden durch die Entnahme von Rohwasser aus Seen und künstlich angelegten Talsperren erreicht. Hinzu kommt auch, dass häufig Rohwasser aus Oberflächengewässern gezielt in das Grundwasser abgeleitet wird, damit es dort wiederum als Trinkwasser genutzt und entnommen werden kann. Dieses ist dann meist das Trinkwasser, welches als Tafelwasser aus dem Handel bekannt ist. Quellwasser als Trinkwasser wird hingegen nur zu 8 % gewonnen und wird auf den Flaschen im Handel auch als solches benannt und gekennzeichnet. Die Bestimmungen der Trinkwasserverordnung sind streng und den Seen und Talsperren darf nur eine gewisse Menge des Rohwassers entnommen werden, um es weiter zu nutzen. Auch muss hier eine Gewinnung des Rohwassers aus einer Tiefe von mindestens 40 Metern gewährleistet sein. So wird vermieden, dass Industrie- und andere Abwässer in das gewonnene Trinkwasser aus Oberflächengewässern gelangt. Auch hat die Temperatur in diesen Tiefen bereits vorab einen entkeimenden Effekt.

Wer nutzt das Trinkwasser aus Oberflächengewässern?

Meist nutzen die Wasserwerke das Wasser aus den örtlichen Gewässern. Dieses ist das Wasser aus dem eigenen Hahn, das von den Wasserwerken mittlerweile so gut aufbereitet wird, dass es ohne Bedenken getrunken werden kann, ohne vorher abgekocht werden zu müssen. Die Fabriken zur Herstellung von Trinkwasser aus der Flasche nutzen die örtlichen Quellen sowie auch das Grundwasser. Das abgefüllte Grundwasser erhält im Handel sodann die Bezeichnung Tafelwasser. Neben diesem Trinkwasser aus Oberflächengewässern, das dort direkt gewonnen und in die Wasserwerke geleitet wird, nutzen die Wasserwerke auch häufig vorab durch Brunnen geleitetes und dadurch bereits gefiltertes Oberflächenwasser. Dieses Rohwasser wird im Wasserwerk mit großen Siebanlagen und umfangreichen Kontrollentnahmen zu besonders hochwertigem Wasser aufbereitet.

Die Aufbereitung von Trinkwasser aus Oberflächengewässern ist umfangreich

Quellwasser wird bereits natürlich gereinigt und auch Grundwasser ist nicht so sehr mit Störfaktoren belastet wie Wasser aus Seen oder Talsperren, in denen sich viel Umweltmüll befinden kann. Trotz allem werden diese beiden Rohwasser ebenfalls noch gereinigt und aufbereitet. Das Wasser aus Oberflächengewässern hat viel Schmutz in sich, der bis auf das Letzte entfernt werden muss, damit das Wasser gemäß Trinkwasserverordnung auch genutzt werden kann. So befinden sich im Rohwasser aus Seen und Talsperren auch größere Dinge wie Unrat, der von Gästen des Gewässers in diesem entsorgt wurde, Pflanzenreste und Bodenschlamm. Diese werden als erstes durch Siebanlagen und Rechen herausgefiltert, bevor das Rohwasser danach einer Feinreinigung unterzogen wird. Hierbei werden auch die kleinsten und feinsten Störstoffe im Wasser entfernt, damit es als Trinkwasser aus Oberflächengewässern hochwertig und bereit zum Trinken durch die Hähne der privaten Haushalte läuft.

Die empfohlene Flüssigkeitsmenge und Folgen der Dehydration

Bei der Pflege von älteren Menschen ist stets sorgfältig darauf zu achten, dass diese ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Senioren mindestens 2,25 Liter pro Tag, wobei davon im Idealfall 1,5 Liter getrunken, der Rest über das Essen aufgenommen wird. Mindestens ein Liter der Getränke sollte aus Wasser oder Mineralwasser bestehen. Erkannt wird ein Flüssigkeitsmangel bei Senioren beispielsweise an schlaffer Haut, Mundtrockenheit, Verstopfung, Kopfschmerzen oder Schwindel. Häufig gesellen sich bei längerer Austrocknung auch Symptome wie Verwirrtheit oder eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen hinzu.

Mehr trinken leicht gemacht

In Alters- und Pflegeheimen sollte stets für ein ausreichendes Angebot an Flüssigkeit gesorgt sein, beispielsweise durch das Aufstellen von Wasserspendern auf den Gängen. Zusätzlich stehen im Idealfall Karaffen mit verdünnten Obstsäften, Mineralwasserflaschen und verschiedene Tees zum Trinken bereit. Wohnen Senioren mit ihrer Familie unter einem Dach, können die Kinder und Enkelkinder dabei helfen, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Aber auch allein lebende ältere Menschen sind in der Lage, richtiges Trinkverhalten zu trainieren. Dazu ein paar Tricks:

  • Wer weniger Tee, Wasser oder Obstsaft zu sich nehmen möchte, sollte mit viel Gemüse, Obst oder Suppen ausgleichen.
  • Merkt man sich nicht, wie viel man bereits getrunken hat, führt man ein Protokoll und hakt Glas für Glas ab.
  • Leere Becher werden immer wieder sofort aufgefüllt.
  • Spezielle Gefäße erleichtern das Trinken, damit nichts mehr daneben geht - was Heiminsassen manchmal peinlich ist und somit ein Hemmnis darstellen kann.
  • Darüber hinaus kann es helfen, die Situation bunt zu gestalten, da Menschen bewiesenermaßen häufiger zur Farbe greifen - durchsichtige Gläser mit Wasser gefüllt bleiben daher länger unberührt als bunte Becher oder farbige Flüssigkeiten. (Auch Leitungs- oder Mineralwasser kann aufgrund der Zugabe von Lebensmittelfarbe Orange, Gelb oder Rot leuchten).
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Thorsten

Als leidenschaftlicher Surfer ist er der größte Wasser-Fan. Auch beim Trinken genießt er das Wasser frisch gekühlt und mit Kohlensäure versetzt bis zum letzten Tropfen - am liebsten aus dem CUBE Comfort.

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