31. Januar 2018 4 min. Lesezeit Wissen

Amerikanische Unternehmer als Pioniere der Entwicklung

Wasserspender sind aus heutigen Büros gar nicht mehr wegzudenken. Die Geschichte vom Wasserspender zeigt eine interessante Entwicklung des praktischen Gerätes, welches den Wasserkonsum in öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz heute so einfach macht. 

Die Historie des Wasserspenders reicht nicht so weit zurück, wie das bei vielen anderen Erfindungen der Fall ist, die unseren modernen Alltag beherrschen: Halsey Willard Taylor und Luther Haws, zwei amerikanische Techniker und Unternehmer, störten sich an der Wasserhygiene im öffentlichen Leben. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ die Qualität des Leitungswassers in den USA stark zu wünschen übrig - und auch die sanitären Einrichtungen entsprachen bei Weitem nicht den heutigen Standards. Das brachte Haws, der damals als Gesundheitsinspektor unterwegs war, auf eine Idee: Bei einem Schulbesuch in der Stadt Berkeley machte er die unzureichende Wasserversorgung als einen der Gründe aus, dass sich Krankheitserreger schnell verbreiten konnten und regelmäßig wahre Epidemien verursachten. Diese Feststellung ließ ihn daraufhin den ersten Wasserspender konstruieren und in der Schule aufstellen, deren hygienische Zustände er als Gesundheitsinspektor anprangerte. Doch damit nicht genug: Er war von seinem Vorhaben so überzeugt, dass er sogar ein eigenes Unternehmen gründete - im Jahr 1909 entstand so die Firma "Haws Sanitary Drinking Faucet Company".

Damit wurden in den USA die ersten Wasserspender der Welt angeboten. Die Innovation lag vor allem darin begründet, dass der Wasserstrahl - anders als bei einem normalen Wasserhahn - von unten nach oben gerichtet war. Durch den Wasserdruck entstand ein Bogen, der es möglich machte, aus dem Wasserspender zu trinken, ohne dabei den Spender selbst zu berühren. Die Geschichte der Wasserspender beginnt also vergleichsweise primitiv: Es ging vielmehr darum, dass sich die Keime nicht durch das Teilen verschiedener Trinkgefäße verbreiteten, die von mehreren Menschen zusammen genutzt wurden.

Todesursache Typhus: Hygienische Zustände förderten Erfindung der Wasserspender

Parallel dazu wird die Geschichte der Wasserspender an anderer Stelle geschrieben: Ebenfalls in den USA machte sich Halsey Willard Taylor seine Gedanken über Wasserhygiene. Taylors Vater war an einer Typhuserkrankung gestorben, was um die Jahrhundertwende keine seltene Todesursache war. Dass diese Infektionskrankheit so lange über beinahe den gesamten Erdball verbreitet war, war in hohem Maße der unzureichenden Hygiene zuzuschreiben - weit mehr noch als den beschränkten Möglichkeiten der Medizin. Und so ging auch diese Typhuserkrankung wohl auf das Konto verschmutzten Wassers, welches der Vater Taylors trank. Halsey Taylor machte diese Beobachtung allerdings erst einige Jahre später: Als Leiter einer Fabrik musste er feststellen, dass sich eine unter den Arbeitern ausgebrochene Krankheit rasend schnell verbreiten konnte.

Als findiger Unternehmer gründete er daraufhin die "Halsey Taylor Company" und versorgte die amerikanischen Soldaten im Ersten Weltkrieg mit sauberem Trinkwasser. Er hatte damit gleich zwei Probleme gelöst: In seinen eigenen Fabriken wurden Mitarbeiter seltener krank, außerdem machte er mit seiner Idee als einer der Pioniere in der Geschichte der Wasserspender ein ganz ausgezeichnetes Geschäft. Das amerikanische Militär musste sich längst eingestehen, dass die Seuchengefahr unter den Soldaten keinesfalls zu unterschätzen war. Während der Wasserspender in der heutigen Zeit also vor allem der Bequemlichkeit dient, waren die Probleme zur Zeit der Erfindung des Spenders weitaus dringender.

Geschichte der Wasserspender: Kühlung durch Eisblöcke 

Weil das Leitungswasser, wie in vielen Ländern der Erde auch heute noch üblich, keine Trinkwasserqualität besitzt, war eine Trennung in einen eigenen Wasserkreislauf schnell Teil des Systems. Die Kühlung, die heute elektrisch erfolgt, erfolgte allerdings zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch wesentlich primitiver: So wie auch die ersten Kühlschränke noch ohne eigenes Kühlaggregat auskommen mussten, begann auch die Geschichte der Wasserspender mit riesigen Eisblöcken, die zur Kühlung verwendet wurden.

Die Moderne startete im Jahre 1938: Die ersten mit Strom betriebenen Geräte kamen auf den Markt. In ihrer Erscheinung entsprachen sie allerdings bei Weitem nicht dem heutigen Standard: vor allem groß waren die ersten Wasserspender. In den darauffolgenden Jahren hielten die Spender aber zunehmend Einzug in das amerikanische Leben. Das Thema Wasserhygiene wurde von einer immer breiteren Masse der  Gesellschaft als wichtig erachtet. So wurden auch in den Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen Wasserspender installiert, die in der Regel aus Platzgründen in die Wände integriert wurden.

Spender mit Wassergallonen: Flexibler Einsatz an jedem Ort möglich

Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der Wasserspender aufgeschlagen: Von da an waren Geräte erhältlich, die Trinkwasser aus Wassergallonen bereitstellten. Damit wurde die Forderung vieler Kunden erfüllt, die auf einen flexibleren Einsatz ohne Integration an das Leitungsnetz abzielten. Die Geschichte der Wasserspender ist hiermit aber noch nicht zu Ende geschrieben: Nur wenige Zeit später war es auch möglich, das Wasser zu kühlen - und damit den Erfrischungseffekt noch weiter zu erhöhen.

Technisch war man nun fast auf dem Niveau angekommen, welches heute erreicht ist. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Wasserspender folgte in den Siebzigerjahren: Erstmals waren behindertengerechte Wasserspender mit einem zusätzlichen Fußpedal erhältlich. Im öffentlichen Raum war es somit nun ohne Einschränkungen für jede Person möglich, sich durch frisches Quellwasser zu erfrischen.   

Attraktives Design und neue Funktionen sind heute gefragt

Heute ist die Technik des Wasserspenders weitestgehend perfektioniert: Trinkwasserspender mit Wassergallonen ermöglichen dank ihrer kompakten Maße eine Aufstellung an fast jedem Ort. Genau aus diesem Grund wird heutzutage immer mehr Wert auf ein attraktives Design gelegt, welches sich perfekt in ein modernes Ambiente einfügt - die Geschichte der Wasserspender ist also keinesfalls beendet. Wasserspender, die leitungsgebunden sind, überzeugen durch lange Wartungsintervalle und geringe Betriebskosten.

Die Möglichkeit, das Wasser auch auf Knopfdruck sofort zu erwärmen und sich damit ein Instantgetränk oder einen Tee zuzubereiten, zeigt, dass die Entwicklung der praktischen Geräte noch immer weitergeht. In jedem Fall ist der Trinkwasserspender nach wie vor auf dem Vormarsch und erhöht seine Verbreitung in demselben Maße, wie sich auch das Gesundheitsbewusstsein in der Gesellschaft verstärkt. Man darf also gespannt sein, wie die Geschichte der Wasserspender fortgeschrieben wird.

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Isabel

Wasser ist gesund und hält Körper und Geist fit. Deshalb füllt sie sich am liebsten Flaschen von unserem CUBE Compact ab, und hat so das kühle Wasser auf dem Schreibtisch immer zum Greifen nah.

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