3. April 2019 3 min. Lesezeit Wissen

Gefährdet Fracking unser Trinkwasser?

Die Menschheit braucht immer mehr Energie, traurige Gewissheit ist es mittlerweile allerdings, dass die Bestände der bisher genutzten fossilen Energien sich dem Ende neigen. Daher muss man nach neuen Möglichkeiten suchen, um Energie zu gewinnen. Wenn man dabei nicht auf Atomkraft setzen will, gibt es bereits seit einiger Zeit ein alternatives Verfahren: „Hydraulic Fracturing“, kurz „Fracking“ genannt. Umweltverbände und Verbraucherschützer warnen jedoch schon seit Jahren vor den Folgen dieser Methode – besonders für unser Trinkwasser. Zu Recht?

Was ist Fracking?

Beim Fracking geht es darum, Energievorräte zu erreichen, die tief im Inneren des Gesteins sitzen. Dabei handelt es sich um Erdöl und Erdgas, welche aus den Steinen durch „herauspressen“ gewonnen werden sollen. Durch den hohen Druck, der beim Fracking entsteht, sollen die Poren, in denen Gas und Öl schlummern, aufgeweicht und miteinander verbunden werden. Im Anschluss fließen Erdgas und -öl zum Bohrloch und können so gewonnen werden.

So funktioniert Fracking

Dazu wird zunächst ein Loch in die Erde gebohrt. In dieses Loch wird dann unter Hochdruck ein Gemisch aus Wasser (ca. 94,5 %), Sand (ca. 5 %) und Chemikalien (0,5 %) gepresst, mit dem Ziel, die in dem Gestein enthaltenen Energievorkommen zu gewinnen. Umweltverbände beurteilen besonders die chemischen Zusätze als problematisch, aber auch der hohe Wasserverbrauch könnte eine Gefahr für unser Trinkwasser darstellen.

Die Gefahren des Frackings

Die Fördermethode des Frackings ist umstritten. Die großen Energiekonzerne halten Fracking für eine gut kontrollierbare Methode, um Erdgasvorkommen zu erreichen, die sonst nicht erschlossen werden könnten. Umweltverbände und Verbraucherschützer befürchten, dass Grundwasser durch Grubenwasser, das Chemikalien enthält, verunreinigt werden könnte. Grubenwasser könnte zudem durch das Arbeiten in tiefen Gesteinsschichten mit radioaktivem Material oder Schwermetallen verunreinigt sein.

Auch die Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) sieht die Reinheit des Trinkwassers gefährdet: „Viele dieser eingesetzten Stoffe sind wassergefährdend – die Eingriffe in die Grundwasserwelt durch den Einsatz von hohem Druck unkalkulierbar.“ Gerade in Deutschland liegen die Gas- und Ölvorkommen nah an den Grundwasserschichten, was die Situation zusätzlich erschwert.

Weitere Nachteile des Frackings

Eine Studie, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes durchgeführt wurde, kommt ebenfalls zu beunruhigenden Ergebnissen für unser Trinkwasser: Die Auswirkungen der eingesetzten Chemikalien auf die Umwelt und insbesondere auf das Grundwasser seien nicht abzusehen. Das liege zum großen Teil daran, dass die Unternehmen, die die Bohrungen durchführen, nicht offen mit den verwendeten Materialien und Chemikalien umgehen. So könne nicht ausgeschlossen werden, dass beim Fracking potentiell krebserregende Stoffe zum Einsatz kommen. Auch die Auswirkungen auf die Umwelt sind unklar.

Ein weiteres Problem ist der immense Wasserverbrauch dieser Fördermethode, der damit ebenfalls einen Einfluss auf unser Trinkwasser hat. Ein Großteil des Wassers, das für die Förderung benutzt wird, kommt aus Grundwasservorkommen und aus diesen Vorkommen stammt letztlich auch unser Trinkwasser. Die großen Konzerne haben bis heute keine Alternative vorgelegt, wie der riesige Verbrauch des Grundwassers eingeschränkt werden, noch wie man das bei der Förderung verwendete Grundwasser recyceln könnte.

Hat Fracking eine Zukunft?

Fracking und die Konsequenzen für das Trinkwasser und die Umwelt werden immer noch diskutiert. Die USA nehmen beim Fracking eine Vorreiterrolle ein und mussten bereits die negativen Effekte dieser Methode erleben: Gas gelangte in die Wasserleitungen, sodass es bereits mehrfach zu brennenden Wasserhähnen kam. Zudem stapeln sich die Berichte von verschmutztem Grundwasser. Mit einem Wasserspender von welltec müssen Sie diese Szenarien auf jeden Fall nicht befürchten. Die Zukunft von Fracking hängt davon ab, ob man folgende Nebeneffekte in den Griff bekommt:

  • Verunreinigungen des Grundwassers durch Grubenwasser
  • Auswaschen von radioaktiven Materialien und Schwermetallen
  • Negative Auswirkungen auf die Umwelt
  • Hoher Wasserverbrauch
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Thorsten

Als leidenschaftlicher Surfer ist er der größte Wasser-Fan. Auch beim Trinken genießt er das Wasser frisch gekühlt und mit Kohlensäure versetzt bis zum letzten Tropfen - am liebsten aus dem CUBE Comfort.

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