12. Februar 2019 3 min. Lesezeit Wissen

Erneuerbare Energien in Deutschland

Die Bundesregierung hat es bereits beschlossen: Die Energiewende. Damit ist die weitgehende Abkehr von atomaren und fossilen Energien hin zu erneuerbaren Energien gemeint. Und das aus gutem Grund, denn die fossilen Brennstoffe werden nicht ewig zur Verfügung stehen und schaden bei Förderung oder Gebrauch der Umwelt. Doch schon heute gibt es gute Möglichkeiten, regenerative Energien zu nutzen, die keinen negativen Einfluss auf die Umwelt haben. Zu diesen Quellen gehören Wasser, Erdwärme, Sonne, Wind und auch Biomasse. Dabei gibt es in Deutschland unterschiedliche Verbreitungen: An Nord- und Ostsee ist die Windenergie vorherrschend, im sonnenverwöhnten Süden dominiert die erneuerbare Energie aus der Sonnenkraft.

Wasser als erneuerbare Energie

Die Menschheit nutzt schon lange die Kraft des Wassers, um daraus Energie zu gewinnen. Man denke nur an die frühen Formen der Mühle, die auf dem gleichen Prinzip beruhen. Heute werden riesige Staudämme gebaut, um die Energie aus dem Wasser zu gewinnen. Physikalisch gesprochen wird dabei kinetische Energie in mechanische Arbeit umgewandelt. Bei dieser Art der Nutzung wird die erneuerbare Energie hauptsächlich dazu verwendet, Strom zu erzeugen.

CO2 Postit an einem Baum

Die erneuerbare Energie aus Wasser hat zahlreiche Vorteile, schließlich fließt Wasser zu jeder Tages- und Nachtzeit. Es produziert also rund um die Uhr Strom und ist nicht abhängig von äußeren Bedingungen. Leider bringt auch die Wasserenergie Nachteile mit sich:

  • Zerstörung des Ökosystems
  • nicht überall einsetzbar, da ein Gefälle erforderlich ist
  • Menschen müssen eventuell umgesiedelt werden

Erneuerbare Energie aus Wind

Die Nutzung der Energie des Windes ist ebenfalls keine Erfindung der Neuzeit. Man denke nur an Segelschiffe, die bereits im Altertum von der Kraft des Windes profitierten. Heutzutage überwiegt – wie bei der Wasserkraft – die Nutzung zur Stromerzeugung. In großen Offshore-Windparks oder an Land (Onshore) findet die Energiegewinnung statt. Die Windenergie zählt zu den vielversprechendsten regenerativen Energien, da sie unabhängig von Klimazonen ist. Außerdem ist die Technologie mittlerweile derart weit entwickelt, dass der Ertrag der Energiegewinnung in einem sehr guten Verhältnis zu den Kosten steht.

Biomasse und Erdwärme zur Energiegewinnung

Zur Gewinnung von Energie aus Biomasse kommen unterschiedliche Verfahren und biologische Stoffe in Betracht. Neben Holz werden auch Gülle, Pflanzen oder Biogas genutzt. In den meisten Fällen wird aus Bioenergie eine Kombination aus Strom- und Wärmeenergie gewonnen. Das Potenzial der Biomasse als erneuerbare Energie gilt als noch nicht ausgeschöpft.

Die Geothermie ist besser unter dem Namen Erdwärme bekannt und erfreut sich wachsender Beliebtheit. In den meisten Fällen wird zur Energiegewinnung die in der Erde gespeicherte Wärme über Wärmepumpen direkt zum Heizen genutzt. Daneben gibt es die Option, mit Hilfe der Geothermie ein Haus im Sommer zu kühlen. Hierbei gibt das Wasser aus dem flachen Untergrund seine niedrigere Temperatur an das Haus ab und kühlt es. Für noch mehr Erfrischung sorgt übrigens ein frisches Glas Wasser aus einem Wasserspender von welltec.

Die wichtigste erneuerbare Energie – die Sonne

Die Solarenergie hat eine herausragende Position unter den regenerativen Energien: Dank der Sonne können Pflanzen wachsen und Biomasse produzieren. Aber auch die Windkraft geht letztlich auf die Sonne zurück, da die Sonne unser Klima beeinflusst. Die "puren" Sonnenstrahlen können hervorragend zur Energiegewinnung genutzt werden. Zum Vergleich: Die Sonnenenergie, die täglich die Erde trifft würde ausreichen, um den Energiebedarf der Menschheit mehr als 10.000 Mal zu decken. Aber nicht nur das: Die Sonnenenergie ist theoretisch so ergiebig wie alle anderen erneuerbaren Energien zusammen.

Für den Hausgebrauch kommen meist solarthermische Anlagen zum Einsatz. Die Sonnenkollektoren, die die Wärme der Sonne einfangen, werden auf dem Dach installiert. Sie sind schwarz, damit sie möglichst viele Sonnenstrahlen anziehen. Im Inneren dieser Kollektoren zirkuliert ein Gemisch aus Wasser und Frostschutz, das durch die Sonneneinstrahlung erhitzt wird. Hat es 95°C erreicht, fließt diese Flüssigkeit zu dem Wärmespeicher und gibt dort die Wärme ab. Die Flüssigkeit kühlt sich dabei ab, wird danach wieder zurück zu den Kollektoren geleitet und der Vorgang beginnt erneut.

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Carolin

Neben einer guten Tasse Kaffee gehört für sie selbstverständlich auch ein Glas Wasser zum perfekten Start in den Arbeitstag. Am liebsten still und gut gekühlt, direkt aus unserem CUBE Comfort.

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