8. April 2019 4 min. Lesezeit Wissen

Wodurch wird die Farbe des Wassers bestimmt?

Unser Trinkwasser rinnt zweifelsohne völlig farblos aus den Wasserhähnen. Auch im Trinkglas weist es nicht den Hauch einer blauen Farbe auf. Kristallklares Wasser gilt als Qualitätskriterium für reines Trinkwasser. Sobald es eine Verfärbung aufweist, kämen nur wenige auf die Idee, das Wasser zu trinken. Wer hingegen an Strandbilder und Meeresrauschen denkt, sieht aber eines ganz deutlich: den erfrischend aquatischen Farbton zwischen leuchtendem Türkis, tiefem Smaragd und strahlendem Saphir. Handelt es sich hierbei wirklich um das gleiche Element? Oder wie kann es sein, dass unser Wasser das eine Mal transparent ist und das andere Mal in tiefblauer Farbe für spektakuläre Kontraste sorgt?

Die Farbe des Wassers – ein physikalisches Phänomen

Selbst kleine Kinder würden Bilder vom Badeurlaub nie anders zeichnen als mit deutlich aquamarinen Wellen. Es ist allerdings keine blauäugige Einbildung – auch wenn die Sinneswahrnehmung entscheidend mitwirkt. Die Wissenschaft gibt Aufschluss über die tatsächliche Farbe des Wassers. Letztlich ist alles eine Frage der Physik – und vor allem der Menge. Es sind immer geringe Wassermengen wie Pfützen oder einzelne Tropfen, die farblos erscheinen. Ozeane, Meere und Flüsse hingegen zeigen sich dem menschlichen Auge irgendwo zwischen violett und grün. Die Farbe geht also grundsätzlich mit der Quantität einher.

Die Moleküle des Wassers reagieren nur sehr träge mit Lichtstrahlen, weshalb kleine Mengen keine visuelle Reaktion zeigen. Das schier unendliche Ausmaß an Meerwasser hingegen besteht natürlich aus einer enormen Vielzahl von Wassermolekülen. Die Lichtstrahlen legen somit weite Strecken durch das feuchte Element zurück. Dabei werden immer mehr grüne und rote Lichtanteile absorbiert. Die blaue Farbe aus dem Spektrum des Lichtstrahls wird hingegen reflektiert, d.h. sie wird vom Wasser zurückgeworfen. Diese Reflexion bewirkt den optisch sichtbaren Blauschimmer des Wassers. Besonders eindrucksvoll ist dieser Effekt natürlich aus dem Weltall zu sehen. Aus dieser Perspektive strahlt unser Planet in überwiegend blauer Farbe. Kein Wunder, dass die Erde auch als blauer Planet bezeichnet wird.

Einflussfaktoren auf die Farbe des Wassers

Wer jedoch an einem Fluss oder See steht und sich fragt, weshalb Wasser mitunter auch als grün oder gar braun erscheint, kommt mit der gegebenen Erklärung nicht weiter. Gelöste Stoffe und Partikel verändern genau wie Verschmutzungen die visuelle Farbnuance des Wassers. So bewirken beispielsweise chlorophyllhaltige Organismen wie Plankton eine zunehmende Grünfärbung bis hin zu schlammigem Braun. Abgeriebenes Gesteinsmaterial und aufgewirbelter Sandboden führen zu einer milchig-weißen bis gelben Farbe, während gelöstes Eisen und spezielle Algenarten für eine rote Nuance sorgen. So gibt die Farbe des Wassers auch Aufschluss darüber, wie rein das Wasser wirklich ist und welche Inhaltsstoffe es enthält.

Ob sich das lebenswichtige Nass dem Auge also als farblos, grün, gelb oder tatsächlich blau präsentiert, hängt nicht nur von seiner Menge und den Wellenlängen des Lichts ab. Seine Zusatzstoffe und die Umgebung spielen ebenfalls eine Rolle. Zusammenfassend beeinflussen also folgende Faktoren unsere Wahrnehmung von Wasser:

  • Menge des Wassers
  • Wellenlänge des Lichts
  • Verschmutzungen und Zusatzstoffe
  • Umgebung

Die spektakulärsten Farben des Wassers

Viele Wasserflächen oder Fließgewässer haben durch ihre besondere Färbung Berühmtheit erlangt. Vom Roten Meer oder dem Gelben Fluss haben schließlich schon viele gehört. Während die Bezeichnung „Rot“ im Roten Meer tatsächlich ein geographischer Hinweis ist, hat der „Gelbe Fluss“ seinen Namen vor allem durch die Farbe des Wassers. Diese entsteht durch die aufgewirbelten Sedimente, die der Fluss mit sich führt. Blaue Traumstrände gibt es übrigens viele. Hier haben Sie die Qual der Wahl. Bei der Wahl einer gesunden Erfrischung sollten Sie jedoch keine Kompromisse eingehen. Genießen Sie kristallklares Wasser aus einem welltec Wasserspender und träumen Sie vom nächsten Urlaub am tiefblauen Wasser.

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Maximilian

Für einen leidenschaftlichen Fahrrad- und Motorradfahrer wie Maximilian ist es wichtig, genügend Wasser zu trinken. Das erfrischt und steigert die Leistungsfähigkeit. 

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